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Ventimiglia - Brig
R Ventimiglia ab 8:07 - Cuneo an 10:23 R Cuneo ab 11:48 - Torino Lingotto an 12:52 R Torino Lingotto ab 13:09 - Torino Porta Susa an 13:16 TGV Torino Porta Susa ab 13:30 - Milano an 14:55 IC Milano ab 15:10 - Brig an 17:24 Fast alleine sitze ich im Regionalzug, der mich nach Norden durch die Seealpen hindurch bringt.Eine wunderschöne Berglandschaft präsentiert sich, leider immer wieder unterbrochen von Tunneln. Bestimmt die Hälfte der Fahrt verbringe ich vor dunklen Fenstern. Schade, darauf hatte mich mein Interrail-Reiseführer, der diese Tour empfahl, nicht vorbereitet. Das Städtchen Cuneo liegt schon in der Poebene, gleich hinter den Bergen. Eine Stunde habe ich Zeit, durch die großzügigen, gar nicht typisch italienischen Straßen zu gehen. Die Geschäftsstraße präsentiert sich weiß mit säulengesäumten Arkaden. Der nächste Regionalzug ist topmodern, scheint gerade aus der Fabrik gekommen zu sein, und gut gefüllt mit Schulkindern. In Turin gibt es zwei Bahnhöfe, und ich muß einmal die Stadt queren. Der TGV aus Paris hält in Porta Susa und wird nicht auf mich warten. Ich erwarte kaum, dass ich ihn wirklich erreiche, evtl. könnte ich ein Taxi nehmen, falls ich überhaupt rechtzeitig in Turin ankomme. Aber es klappt alles auf die Minute! In Lingotto fährt dieselstinkend ein Triebwagen ein, der geradewegs aus dem Museum zu kommen scheint. Schaukelnd und lärmend fährt er überwiegend unterirdisch durch Turin. Er hat noch die alten Holzsitze, Glühbirnen an der Decke und geschwungene hölzerne Gepäckfächer direkt über den Sitzen. Dann wechsele ich in den französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV, welch ein Kontrast! In eineinhalb Stunden gleitet er nach Mailand. Wechsel in den IC, der mich wieder in die Schweiz bringt. Diesmal verlasse ich die Poebene, indem ich am Lago Maggiore entlang fahre. Durch den Simplontunnel erreicht der IC das Rhonetal und Brig, womit auch die Sonne verschwindet und das Klima wieder nördlich-grau wird. |