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Hamburg - Stockholm
RB HH-Rahlstedt ab 06:57 - Bad Oldesloe an 07:23 RB Bad Oldesloe ab 07:32 - Lübeck an 07:50 EC Lübeck ab 08:07 - Kopenhagen an 11:59 X2000 Kopenhagen ab 12:36 - Stockholm an 17:40 Nach Norden soll es diesmal gehen, Skandinavien so weit die Schienen reichen! 10 Tage, von Himmelfahrt bis Pfingsten, haben wir uns vorgenommen. Da die Entfernungen groß, die Zeit knapp und Verbindungen eher spärlich sind, buchen wir möglichst viel vor. Als besonderes Schmankerl bauen wir in einem Teilabschnitt eine Seefahrt mit den Hurtigruten entlang der norwegischen Küste ein. Einen Abstecher auf die Lofoten hätten wir gerne noch gemacht, aber die Zeit und die Fahrpläne erlauben das nicht. Die Kosten in Euro pro Person: Ein Scanrailpass für 5 frei wählbare Tage kostet in der 1. Klasse 290.-, für Platzkarten kommen noch 31,50 dazu. Von Stockholm nach Lappland fahren wir im Schlafwagen (3-er Abteil), das kostet 55.- extra. Von Abisko nach Narvik zahlen wir vor Ort 9 Euro, der Bus von Narvik nach Bodö verlangt 22,50 (bei 50 Prozent Scanrail-Ermäßigung), und die Fähre von Trondheim nach Bergen schlägt mit 238.- in der billigsten Außenkabine zu Buche. Teuer ist die Fahrt von Hamburg nach Puttgarden, Scanrail gilt ja erst ab Dänemark: 89,20 knöpft mir die DB für zwei Stunden Fahrt ab! Die Hotels kosten um die 50.- pro Person im Doppelzimmer, die Jugendherbergen nur 15.-. Einige Hotels in Norwegen kosten weniger Dank des Fjord-Passes, der 6,50 kostet.
In aller Frühe fahren wir ab. Es ist Himmelfahrt, die Regionalbahn ziemlich leer. Warum müssen wir eigentlich in Oldesloe umsteigen, unser Zug endet da, ein anderer fährt ab! In Lübeck warten wir auf den aus Hamburg kommenden Eurocity. Er kommt mit zehn Minuten Verspätung, hat nur drei Wagen, ist voll besetzt (zum Glück haben wir Platzkarten!) und die Lok scheint zu fehlen, aber die gummigepufferten Wagen fahren tatsächlich auch ohne! Kurz nach der Abfahrt erreichen wir die Fehmarnsundbrücke, queren Fehmarn und rollen nach kurzem Stopp in Puttgarden in den Bauch der Fähre nach Rödby, wo wir neben den LKWs zu stehen kommen. Es gibt keinerlei Hinweise, wie man sich verhalten soll. Einige Passagiere steigen aus dem Zug, andere bleiben sitzen. Wir hoffen auf die Ehrlichkeit der Mitreisenden, lassen unser Gepäck liegen und begeben uns an Deck. 40 Minuten genießen wir die Seeluft, dann nehmen wir unsere Plätze wieder ein. Ohne Vorwarnung verläßt der EC als erstes Fahrzeug das Schiff. Umsteigen in Kopenhagen: Wir haben Zeit, nach Stockholm soll es ab Gleis 5 gehen, also sehen wir uns den Bahnhof von außen an. Kurz vor der Abfahrt stehen wir an der Treppe zum Bahnsteig. Wir sehen genauer hin: Stockholm Gleis 26 steht da. Was soll das heißen? Wir gehen hinunter, kein Zug weit und breit. Nur ein Pfeil mit der Zahl 26! Wir hasten den Bahnsteig entlang bis zum Ende, wo sich ein Fahrstuhl nach oben befindet. Wir fahren hoch und finden uns auf einem schmalen Brettersteg wieder, der über die Gleise führt. Nicht weit von uns brandet der Verkehr auf einer Hauptstraße, der Bahnhof ist weit hinten. Die Zeit wird knapp, wo zum Teufel soll es hier nach Schweden gehen? Oder taucht gleich der Zauberzug nach Hogwarts auf? Am Ende des Steges führt eine Treppe wieder nach unten: Da steht unser silberner X2000! Der Zug ist angenehm leer und wir fühlen uns sofort angekommen in Schweden: Eine blond-gezopfte "Pippi Langstrumpf" serviert Kaffee und Essen, wir rollen über die Öresundbrücke nach Malmö und von da weiter durch die grüne Landschaft nach Stockholm. |