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Jativa - Malaga - Torremolinos
Arco Jativa ab 12:16 - Malaga an 21:35 Ein Tag Zwangsaufenthalt in Xativa - wir wollten schon längst im Süden sein! Jetzt beschleicht uns allerdings Angst: Unser Rückflug von Barcelona nach Genf wird nicht warten, und wenn wir morgen abend erst einmal in Malaga sind, müssen wir ja auch wieder zurück nach Norden! Außerdem wird es wieder mal spät und wir brauchen ein Hotel. Wir finden ein Reisebüro und haben Glück: Unweit von Malaga in Torremolinos erhalten wir ein Doppelzimmer in einem 5-Sterne-Hotel für 60 Euro. Wir beschließen, gleich drei Tage dort zu bleiben, täglich neu Hotels und freie Züge zu finden wird uns zu anstrengend. Ein Hotel in Madrid buchen wir auch gleich mit, das kostet sogar nur 50 Euro. Tagsüber ist es heiß hier, an die 35 Grad, abends wird es angenehm kühl. Touristisch-nördlich wie wir sind müssen wir natürlich in der Mittagszeit auf den Berg mit Xativas Burg steigen - nur um oben festzustellen, dass montags geschlossen ist.
Nach einer weiteren Nacht geht unsere Reise endlich weiter: Wir stehen am Bahnhof, aber es wird nicht angezeigt, auf welchem Gleis unser Zug abfährt. Es herrscht reger Betrieb, ein Zug nach dem anderen hält kurz und fährt wieder ab. Wir stehen auf gut Glück am Gleis 2, neben uns warten Leute auf den Euromed aus Barcelona, aber wir warten auf einen Arco, mittlerweile sind wir eine halbe Stunde über die Zeit und die spanischen Lautsprecheransagen bleiben uns auch verschlossen. Endlich fährt ein Zug ein - es ist unser, und der richtige Wagen steht genau vor unserer Nase! Die erste Klasse heißt in Spanien übrigens Preferente, die zweite Tourist.
Zunächst fahren wir ins Binnenland Richtung Madrid. In Alcazar gibt es einen längeren Aufenthalt, zu allen Wagen führen Schläuche und wir werden mit frischem Wasser versorgt. Wir reisen angenehm klimatisiert, erst ein Sprung auf den Bahnsteig zeigt, wie heiß es ist. Weiter geht die Fahrt, nun schnurstracks nach Süden. Die Landschaft ist hügelig, teils kahl und gelb mit einigen Bäumen. In Andalusien werden die Dörfer weiß und wir durchqueren endlose Olivenplantagen, die offenbar alle bewässert werden. Kurz vor Malaga folgt eine tunnelreiche Strecke durch einen Gebirgszug, beige Felsen ragen in den Himmel. Dann sind wir an der Costa del Sol, trotz der ursprünglichen Verspätung eine viertel Stunde vor der Zeit! Und weil es trotzdem schon spät ist, gönnen wir uns ein Taxi nach Torremolinos. |