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Letztes Jahr führte unsere Bahntour nach Norden, dieses Mal soll es nach Süden gehen. Spanien kannte ich noch nicht, also könnte man doch einmal rund um die iberische Halbinsel fahren! Schienen sind laut meinem alten Atlas vorhanden, Fahrpläne lassen sich im Internet bei der spanischen Eisenbahngesellschaft Renfe studieren. Es zeigt sich schnell, dass die geplanten zehn Tage im Mai nicht ausreichen für solch eine Tour. Die Verbindungen zwischen Spanien und Portugal sind miserabel, ausserdem gibt es viel zu viel zu sehen. Neuer Plan: Von Barcelona nach Süden bis Almeria, von dort über Granada Richtung Gibraltar. Falls wir Lust und Zeit haben, könnten wir noch zwei Tage in Marokko zubringen: Von Tanger fährt die Bahn in vier Stunden in die mittelalterliche Stadt Fes! Zurück nach Barcelona wollen wir quer durch das Land mit Halt in Madrid fahren. Wir vermuten, dass wir weder Hotels noch Züge vorbuchen müssen, da Spanien touristisch gut erschlossen ist. Diese Vorstellung wird sich allerdings als Fehler erweisen. Letztlich fuhren wir folgende Strecke ab:
Start soll in Barcelona sein, aber das ist weit weg. Im Januar kommt die Swiss mit einem Billigflug-Angebot von Genf nach Barcelona auf den Markt. Wir buchen schnell, denn Hamburg-Genf sollte ja wohl kein Problem sein. Zu Werner nach Schwanden fährt die Bahn, und von dort geht es gemeinsam weiter nach Genf. Aber der Rückweg: Mittags von Genf nach Hamburg? Das dauert, dazu muss ich mehrfach umsteigen und komme erst nach Mitternacht an, ganz abgesehen vom happigen Preis der deutschen Bahn nach der Tarifreform. Lufthansa bietet innerdeutsche Flüge günstig an, also fliege ich von Frankfurt nach Hamburg! Einige Wochen später kommt wieder etwas Neues auf den Markt: Air Berlin fliegt von Zürich nach Hamburg zu einem Preis, der kaum höher ist als die Bahnfahrt von Basel nach Frankfurt. Die Reisekosten in Euro:
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